Star Trek: Discovery – Rückschau Episode 4: The Butcher Knife Cares Not for the Lamb’s Cry

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Die neue Serie Star Trek: Discovery ist endlich gestartet, und einen fulminanten Start hat sie in der Tat dargelegt. Die Klingonen befinden sich im Krieg mit der Föderation und die Protagonistin Michael Burnham hat ihr Schiff, ihren Captain und ihre Freiheit verloren, aber auch gleichzeitig eine neue Crew gewonnen – wenn auch nicht ganz freiwillig. In der vergangenen Episode konnten wir zudem erstmals einen Blick auf und in das Innere des neuesten Sternenflotten-Schiffs werfen, der USS Discovery. Ein Schiff welches mit so einigen Besonderheiten aufwartet, und mit Hilfe von Pilzsporen versucht einen neuartigen Antrieb zu erschaffen, welcher dem Krieg ein jähes Ende bereiten könnte. Im Folgenden verraten wir euch, was in der vierten Episode von Star Trek: Discovery geschehen ist, aber noch besser ihr schaut sie euch selbst via der Netflix-App auf eurer PlayStation 4 an!

Vom Offizier – zum Häftling – zum Waffenschmied

Die USS Discovery ist ein bemerkenswertes und einzigartiges Schiff, welches dank des neuartigen translozierenden Sporenantriebs bald an jedem Punkt der Galaxis unmittelbar auftauchen könnte. Jedoch hat diese einzigartige Fähigkeit auch einen Haken, denn die Discovery ist ein Forschungsschiff, dessen größte Waffe das Überraschungsmoment ist, sodass das Schiff alleine im tiefsten Feindgebiet stranden könnte. Entsprechend beauftragt Captain Lorca sein neuestes Crewmitglied Burnham mit einer speziellen Aufgabe: Sie soll neue Waffen entwickeln, und zwar auf Basis der Kreatur, die in Episode 3 so verheerend auf dem Schwesterschiff der Discovery gewütet hat. Weder Phaser noch klingonisches Bathlet konnten dem Panzer etwas anhaben und gleichzeitig konnten die Klauen des Wesens sogar Metall zerschneiden als wäre es aus Butter.

Solltet ihr euch übrigens gefragt haben, was die Besatzung der Glenn in der Episode 3 von Star Trek: Discovery dermaßen verändert hat, so ist die Antwort recht unspektakulär. Das Schiff ist mit seinem Sporenantrieb zu nahe an einer Singularität ausgetreten und die Besatzung wurde durch dessen Strahlung abartig verformt. Zudem tut sich noch eine Unannehmlichkeit des neuen Antriebs auf: Je weiter man mit diesem springt, umso ungenauer wird der Ausstiegspunkt. Die Glenn hat es offenbar mit den geborgenen Objekten geschafft dies zu kompensieren – etwas was die Discovery nun auch braucht, denn Lorca hat einen Notruf von der Dilithium-Abbaukolonie Korban 2 erhalten, die gerade von Klingonen angegriffen wird. Deren Schilde halten nur noch sechs Stunden und nur die Discovery ist mit ihrem Antrieb in Reichweite, jedoch ist dieser noch nicht so weit derartige Distanzen zu überwinden – zumindest nicht ohne Restrisiko.

Die Perfektion eines überpowerten Antriebsystems

Commander Landry, die von einer wesentlich pragmatischeren Natur ist und die Nase voll von den ewigen Analysen Burnhams hat, deaktiviert den Schild, hinter dem der Tardigrad aus Episode 3 gefangen gehalten wird. Sie hat das Ziel diesem eine Klaue abzuschlagen, um so weitere Forschungen zu ermöglichen. Jedoch schlägt die vorher eingeleitete Sedierung nicht an und das Wesen entkommt aus der Kammer. Beim Versuch es aufzuhalten, beschießt Landry es mit ihrem Phaser, wird daraufhin attackiert und schlussendlich zerfleischt. Burnham schafft es den Tardigraden wieder in die Zelle zu locken und Landry auf die Krankenstation zu beamen, jedoch kommt für sie jede Hilfe zu spät – sie erliegt ihren Verletzungen.

Nachdem Burnham weitere Tests und Untersuchungen an der Kreatur vorgenommen hat, fallen hier jedoch einige besondere Charakteristika auf, insbesondere, dass dieses Wesen nicht aggressiv agiert, solange es nicht bedroht wird. Zudem wird schnell klar, dass die Sporen in einer besonderen Beziehung mit dem Wesen stehen. Daraufhin folgt eine einzigartige Entdeckung: Der Tardigrad kann mit den Sporen in einer symbiotischen Weise kommunizieren, und dank der von der USS Glenn geborgenen Apparatur hat Burnham nun das letzte Puzzlestück für einen funktionierenden Sporenantrieb gefunden: Der Tardigrad kann als Navigator genutzt werden, bei dessen Verwendung dieser allerdings offenbar Schmerzen oder Qualen zu empfinden scheint.

Das Ende der vierten Episode von Star Trek: Discovery zeigt den Sprung nach Korban 2, wo es Lorca gelingt die klingonischen Angreifer zu zerstören. Aber auch auf Seiten der Klingonen gibt es eine interessante Nebengeschichte. Hier wird Voq, der albinofarbige Nachfolger von T’Kuvma gezeigt, der vom Anführer des Hauses Kol verraten und zum Sterben zurückgelassen wird. Die Klingonin L’Rell, die schon T’Kuvma gedient hat und nun auch Voq die Treue schwor, rettet ihn und plant ihn zu den Matriarchinnen ihres Hauses Mo’Kai zu bringen, denn sie können ihm etwas ganz besonderes beibringen, sofern er bereit sei alles dafür zu Opfern.

Was wird aus Landry und dem Tardigraden?

Zugegeben, im Vergleich zu den bisherigen Episoden gibt es in der neuesten von Star Trek: Discovery nicht allzu viele offene Fragen zu stellen. Jedoch zwei dürften jetzt unter den Fingernägeln brennen. Der Tardigrad ermöglicht unvermittelte Reisen über gigantische Distanzen, scheint aber gleichzeitig unter den Auswirkungen des Antriebs zu leider. Burnham zeigte hier mehr als nur einmal Mitleid, sodass sich die Frage stellt, ob sie bald etwas Dummes anstellt um dem Wesen zu helfen oder ob das Reisen gar zunehmend gefährlicher wird, abhängig vom Zustand des neuen Navigators.

Ebenso wichtig ist die Frage nach Commander Landry, die plötzlich ihr Leben lassen musste. Dies mag für Star Trek: Discovery Anhänger schockierend wirken, aber ist sie wirklich tot? Auf der einen Seite wurde der Charakter gerade erst eingeführt und auf der anderen Seite ist Landry Sicherheitschefin an Bord der Discovery. Ist es glaubwürdig, dass eine Person ihres Ranges eine derart spontane und waghalsige Tat begeht. Sie nannte die Kreatur selbst ein „Monster“ und steigt dennoch in den Käfig hinein. Obendrein ist dies eines, welches nachweislich nicht durch Phaserbeschuss verletzt werden kann. Wir können gespannt sein, ob dies nicht wieder nur eine Finte seitens Lorca gewesen ist.

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