Star Trek Discovery Rückschau: Episode 15 – Nimm meine Hand

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Schön war es, solange es anhielt – doch zum Guten oder Schlechten ist nun die letzte Episode von Star Trek Discovery auf Netflix veröffentlicht worden. Zugegeben betrifft dieses Ende nur die neue erste Staffel, denn eine zweite wird unter Garantie folgen. Laut ersten Berichten soll sich diese inhaltlich sogar wieder an den klassischen Serien-Formaten der Marke annähern. Doch bis dahin gilt wird noch einige Zeit vergehen, sodass Fans sich hier in Geduld üben sollten.

Was in der 15. Episode von Star Trek Discovery hingegen genau geschehen ist, wollen wir euch in gewohnter Manier in unserer Rückschau aufzeigen. Solltet ihr allerdings ein Netflix-Konto euer Eigen nennen dürfen, dann wäre der nächste Halt die Netflix-App auf eurer PlayStation 4, damit ihr euch selbst ein Bild vom Staffelfinale machen könnt.

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Ankunft auf Qo‘noS

Wenn uns Star Trek Discovery etwas gezeigt hat, dann wie man gekonnt das Ende einer Episode gestaltet. Auf der einen Seite bekommt man es hier als Zuschauer mit einem meist ungern gesehenen Cliffhanger zu tun, aber auf der anderen Seite mit einem sehr überraschenden und die Vorfreude weckenden Ende. So ist dies auch mit dem Ende der 14. Episode geschehen, in der die terranische Georgiou das Kommando über die Discovery erhielt. Die Mission ist simpel: Die Oberfläche des klingonischen Heimatplanet Qo’noS kartographieren, nachdem man ins Innere des Planeten in eine vulkanischen Kammer gesprungen ist. Doch offensichtlicher Weise hat die Föderation noch einen ganz anderen Plan, denn immerhin droht die Auslöschung der Sternenflotte durch die Klingonen unmittelbar.

Nachdem der Sprung ins Planeten-Innere geklappt hat, beamt sich Geogiou, zusammen mit Burnham, Tyler und Tilly, auf die Oberfläche, denn es gibt ein Problem. Die Drohne, die zum Kartographieren notwendig ist, muss in einem ganz bestimmten verschachtelten Schlot ins Planeten-Innere eindringen, doch nur wenige davon sind zugänglich und obendrein ist deren Position nicht genau bekannt, da diese durch Tempel und andere Gebäude verdeckt gehalten sind. Also gilt es Informationen zu sammeln und in einem Slum, in der vornehmlich nicht klingonische Spezies leben, den richtigen Informanten dafür zu finden.

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Die Gruppe teilt sich entsprechend schnell auf, da so die Informationsbeschaffung effizienter abläuft. Georgiou bezahlt zwei Tänzer für intime Dreisamkeit und überwältigt diese am Ende. Sie überredet diese auf charmant-terranischer Art und Weise, also mit geladener Waffe, damit sie an die nötigen Informationen kommt. Derweil mischen sich Burnham und Tyler zusammen unters Volk, wobei Tyler mit Hilfe von Voqs Erinnerungen nun fließend klingonisch spricht. Dies sorgt jedoch bei Burnham für Unmut. Der Grund dahinter wird kurz darauf enthüllt, denn in ihrer Kindheit hat Burnham ihre leiblichen Eltern an Klingonen verloren. Eigentlich wollte sie mit ihrer Familie bereits zum Mars aufgebrochen sein, doch Burnham wollte die Entstehung einer Supernova beobachten. Das Resultat: Die Familie blieb drei Tag länger auf der Station, die dann von Klingonen überfallen wurde. Burnhams Eltern wurden getötet, nachdem diese sie in einem Schrank versteckt hatten. Also ein guter Grund eine Abneigung gegen Klingonen und Tylers wahre Natur zu haben.

Tilly, die den Koffer mit der Drohne an ihr Handgelenk gekettet hat, erfährt derweil ebenfalls eine wichtige Neuigkeit, denn die Vulkane sind nicht erloschen. Entsprechend sinnlos ist es eine Drohne durch deren Wege zu schicken, würde diese doch zerstört werden. Sie öffnet den Koffer und entdeckt darin das wahre Motiv der Sternenflotte – eine Wasserstoffbombe. Würde man diese im Vulkannetz des Planeten zünden, würde dies einem Weltuntergang gleichkommen. Jegliches Leben würde dadurch vernichtet und der Planet für lange Zeit unbewohnbar werden.

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Große Erwartungen und ein unerwartetes Ende

Während Tilly Burnham versucht via Funk über die Wasserstoffbombe aufmerksam zu machen, betäubt Georgiou sie und nimmt ihr obendrein die Bombe ab. Durch ihre terranische Mentalität war es kein Problem den Ort des Schreins ausfindig zu machen. Dort angekommen, wirft sie auch kurzerhand die Drohne ab und schickt sie los. Burnham kommt hier leider zu spät, sodass die Drohne bereits auf Position ist und Georgiou nur noch die Zündung durchführen muss um den Klingonen einen tödlichen Schlag zu verpassen.

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Spannender Weise entwickelt sich die Geschichte hier ganz anders, als man es nun vermuten möchte. Burnham schafft es Georgiou zu bedrohen, die daraufhin nachgibt. Sie schlüpft damit also nicht in die Rolle des klassischen Schurken, der ohne Rücksicht auf Verluste oder sein eigenes Leben versucht sein Ziel zu erreichen. Entsprechend dürfen die Klingonen weiterleben, zumindest vorerst. Außerdem hat Georgiou im Gegenzug ihre Freiheit erlangt, sodass sie nun in dem für sie neuen Universum auf Erkundungstour gehen kann, und das völlig ungestört. Wir können gespannt sein, ob wir sie in späteren Staffeln und Episoden wiedersehen werden.

Statt die Bombe zu zünden und die Prinzipien der Föderation zu verraten, übergibt Burnham den Zünder an L’Rell. Mit diesem kann sie den Klingonen Stärke demonstrieren, denn sie hat die Menschen quasi davon abgehalten Qo’noS zu zerstören. So geht sie vor dem hohen Rat und droht allen 24 Häusern. Wenn sie sich ihr nicht anschließen, denn nur vereint können die Klingonen weiterbestehen, dann würde sie die Bombe hochgehen gehen lassen. Entsprechend erkennen die Klingonen L’Rells Stärke an und ziehen sich aus dem föderalen Raum zurück. Dies ist vielleicht noch kein Frieden, aber ein Anfang. Tyler hat sich in diesem Zuge L’Rell ebenfalls angeschlossen, da er sich weder als Teil der Menschen, noch als Teil der Klingonen sieht – jedoch könnte er vielleicht einen Platz zwischen beiden Völkern finden, um eine Brücke sein.

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Ein neuer Anfang?

Was wir mit Staffel 2 erwarten dürfen steht wortwörtlich noch in den Sternen. Mit dem Epilog der ersten Staffel von Star Trek Discovery konnten wir allerdings eine kleine Überraschung erleben. Nachdem die Crew für ihre Leistungen mit der Ehrenmedaille der Sternenflotte ausgezeichnet wurde, findet sie sich auf einer neuen Reise wieder. Hier wird ein Notruf empfangen, und zwar von niemand anderem als Captain Pike. Im letzten Bild der 15. Episode lässt sich so ein Treffen zwischen der Discovery und der Enterprise beobachten. Wir können also gespannt sein was auf uns noch zukommen wird, wer in die Rolle des neuen Captains schlüpft und ob alle Mitglieder der Crew auch in Staffel 2 mit an Bord sein werden.