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Osmosis: Wenn Technologie Liebe garantiert und Abgründe aufbricht

Zu welchem Preis kommt die begehrte Seelenverwandschaft?

Das Streamingportal Netflix hat in den vergangenen Jahren nicht nur viele Eigenproduktionen an den Start gebracht, sondern auch Science-Fiction Formate. Zu diesen gehören The Cloverfield Paradox, Extinction, Spectral und unter anderen Altered Carbon. Mit der neuen Serie Osmosis gesellt sich ab dem 29. März das nächste Format hinzu, welches allerdings in einer nicht ganz so fernen Zukunft angesetzt ist.

Darum geht’s in Osmosis

Science-Fiction muss nicht immer nur von Raumschiffen, Aliens oder postapokalyptischen Killer Cyborgs handeln. Selbst kleine technologische Errungenschaften können hier in den Fokus gestellt werden und für massive Unterhaltung sorgen. Wichtig ist die Art der Inszenierung.

In der achtteiligen neuen Serie Osmosis stehen Nanobots und ein Algorithmus im Rampenlicht, welche die wahre Liebe prophezeien können. Die neue Dating-App, die den Namen der Serie trägt, verkuppelt die Nutzer auf Basis von Gehirndaten. Das beeindruckende: Die Genauigkeit, mit der der perfekte Partner gefunden wird, beträgt 100 Prozent.

Endlich steht dem Traum der Seelenverwandtschaft nichts mehr im Weg. Doch welche Gefahren stecken hinter einer Technologie, die das innerste Ich der Nutzer analysiert? Und was ist, wenn der Nutzer bereits langjährig vergeben ist oder doch eher ein Gegenüber bevorzugt, das eher ein wenig „falsch“ für sich ist? In acht Episoden geht Osmosis auf zahlreiche Aspekte ein und beschreitet dabei stellenweise vergleichbare Wege wie die Erfolgsserie Black Mirror.

Die Einsamkeit in sozialen Netzwerken

Während Osmosis gewisse Parallelen mit Black Mirror aufweist, so findet Regisseur Julius Berg diesen Vergleich unpassend. Vielmehr handle es sich um ein „Near Future Drama“, welches sehr stark den heutigen Zeitgeist berühre. „Keine Generation war je derart miteinander verbunden und hat sich gleichzeitig je so isoliert gefühlt. Wir haben ein Handicap in der Liebe.“, so Berg.

Zu sehen gibt es Osmosis ab dem 29. März via der Netflix-App auf eurer PlayStation 4. Ein Blick könnte sich in das mittlerweile dritte französische Netflix Original nach Marseilles und The HookUp Plan lohnen.

28 Mär ‘19